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Fernerkundung in der öffentlichen Verwaltung

Rubrik: Messen und Veranstaltungen

dlr-oberpfaffenhofen-bearbv.l.n.r: Prof. J.-D. Wörner, DLR, Bundesinnenminister Dr. H.-P. Friedrich, Prof. Dr. H. Kutterer, BKG, und Prof. Dr. S. Dech, DLR. Bild: BMI/Undine SchaafIntensive Nutzung von Geoinformationen

Das Strategie-Forum „Chancen und Möglichkeiten der Fernerkundung für die öffentliche Verwaltung“ ging vor wenigen Tagen im Erdbeobachtungszentrums des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu Ende. Der Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich warb in seiner Eröffnungsrede für eine intensive Nutzung von Fernerkundungsdaten für die vielfältigen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung.

Er benannte ferner Anwendungsbeispiele aus dem eigenen Zuständigkeitsbereich wie zum Beispiel Naturereignisse, Schadensfälle, technische Unfälle beziehungsweise terroristische Anschläge, um den Entscheidungsträgern der Bundes- und Landesverwaltung den Einsatz von Fernerkundungsdaten zur Erstellung eines aktuellen Lagebilds in angemessener Reaktionszeit aufzuzeigen.

Mit Fernerkundungssensoren können große Flächen (zum Beispiel Landoberflächen, aber auch Ozeane, Eisflächen oder Informationen der Atmosphäre) in hoher Auflösung beobachtet und aktuelle Informationen beispielsweise über ein Schadensgebiet gewonnen werden. Dies ist insbesondere im Bevölkerungsschutz, in der Katastrophenhilfe und im Sicherheitsbereich von großer Bedeutung. In vielen Lebensbereichen gewinnen diese Geoinformationen zunehmend an Bedeutung und sind damit auch der Schlüssel für ein modernes Verwaltungshandeln.

Die praktische Nutzung von Fernerkundungsdaten als wichtige Geoinformationsquelle hat aus Sicht der Experten erst begonnen. Durch die Zusammenarbeit der Behörden untereinander kann die Nutzung der Daten der Fernerkundung erheblich gesteigert werden. Die Bedarfe der Behörden sind untereinander abzustimmen um Fernerkundungsdaten für die öffentliche Verwaltung im Hinblick auf eine Kosteneinsparung zu erwerben und für unterschiedliche Zwecke auszuwerten.

Fernerkundungsdaten werden durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) als Grundlage für die Aktualisierung der eigenen Produkte genutzt. Als zentraler Dienstleister für Geoinformation auf Bundesebene entwickelt das BKG weitere Produktinnovationen, wie zum Beispiel das Digitale Landbedeckungsmodell für Deutschland (DLM-DE). Dieses Produkt kombiniert aktuelle Fernerkundungsinformation mit geotopographischen Referenzdaten.

Das Strategieforum lebte von einem intensiven und ergebnisorientiertem Austausch über Nutzungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Fernerkundung in der öffentlichen Verwaltung. Erste Anregungen werden in kurzer Zeit zu Synergieeffekten und effizienter Nutzung dieser Informationsquelle führen. Um die Nutzung der Fernerkundungsdaten weiter zu fördern, ist ein weiteres Strategieforum in etwa einem Jahr geplant.

http://www.bkg.bund.de