Logiball, Spezialist für Navigationskarten und -lösungen, hat ein neues Verfahren entwickelt, um aus 50 bis 100 Metern Flughöhe hochpräzise Navigationskarten mit einer Lagegenauigkeit von bis zu zwanzig Zentimetern zu erstellen. Dieses Verfahren eröffnet der Wirtschaft eine Reihe neuer Anwendungsmöglichkeiten. So erlaubt es, für ein Werksgelände, wie beispielsweise einen Chemie- oder Industriepark, eine Navigationskarte zu erstellen, die alle Infrastrukturmerkmale umfassend berücksichtigt und auf deren Basis mobile Einheiten wie Betriebsfeuerwehr, Instandhaltung, oder Störfalldienst navigieren können. Fahrzeuge und Industrieroboter lassen sich selbstständig steuern oder präzise Schnittstellen zwischen Indoor- und Outdoor-Navigation innerhalb von Werksgeländen schaffen. Auch in der Automobilwirtschaft kann mithilfe des Verfahrens eine Navigationskarte für Testgelände entwickelt und dann für Produkttests und Neuentwicklungen von intelligenten Fahrerassistenz-Systemen (ADAS) eingesetzt werden.
Dazu setzt das Unternehmen ein spezielles Fahrzeug ein, das mit Quadrokoptern sowie leistungsfähiger Vermessungs- und Verarbeitungstechnologie ausgerüstet ist. So kann das Map Engineering-Team unmittelbar nach der Aufnahme des Geländes die Navigationskarten direkt vor Ort aufbereiten. Das Verfahren validierte Logiball zunächst in einem ungefähr drei Quadratkilometer großen Testareal. Die Navigationskarte selbst wurde im Rahmen des Projektes NavitestNRW vom Land NRW gefördert und besaß in Teilbereichen sogar eine Lagegenauigkeit von bis zu zwei Zentimetern. Eine weitere Ausweitung des Systems unter Einbeziehung von Lidar (Light Detection And Ranging)- Systemen, ein neuartiges Lasermessgerät, und weiteren Sensoren ist geplant.
05.07.2010
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